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Geschäftsmann sitzt am Schreibtisch und benutzt ein Tablet

Zusagearten

Wegen dem anhaltenden Niedrigzinsniveau und den verschärften regulatorischen Anforderungen gewinnt die beitragsorientierte Leistungszusage (BOLZ) weiter an Bedeutung.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Diese Dynamik spiegelt sich auch in der Entwicklung und Verbreitung der Zusagearten wider. Dabei zeichnet sich ein Trend zu beitragsorientierten Zusagen ab. Der Grund: Nur diese Zusagearten bieten in Zeiten unsicherer Verzinsungen und schwankender Inflationsraten die notwendige Planbarkeit für Arbeitgeber.

Am Markt sieht man, dass einige Anbieter ihre garantierten Kapitalauszahlungen senken. Durch die abgesenkte Garantie kann in eine renditeorientierte Kapitalanlage investiert werden. Damit wird die Chance auf höhere Ablaufleistungen ermöglicht. Unser GENERATION business nutzt schon lange diese erhöhten Chancen auf mehr Betriebsrente.

Wir halten eine garantierte Mindestleistung unterhalb von 100 % der eingezahlten Beiträge für eine BOLZ vertretbar.
Wenn bei Entgeltumwandlung der Beitrag vollständig in die Versorgung einfließt und tariflich eine Mindestgarantie von 80 % der Beitragssumme ausgesprochen wird: Dann ist für uns das Gebot der Wertgleichheit erfüllt.

Zum GENERATION business

Die vier verschiedenen Zusagearten:

Leistungszusage (LZ)

Sie ist die Grundvariante der betrieblichen Altersvorsorge. Der Arbeitgeber sagt seinem Mitarbeiter eine bestimmte Altersrente bei Rentenbeginn zu. Das kann zum Beispiel ein fester Betrag oder ein Prozentsatz des letzten Gehalts sein.

Die Leistungszusage ist in allen Durchführungswegen möglich. Bei dieser Zusageart übernimmt der Arbeitgeber die biometrischen Risiken und muss für die zugesagten Leistungen lebenslang einstehen.

Beispiel: Zum Rentenbeginn erhält der Arbeitnehmer eine monatliche Rente von 1.000 €.

Beitragsorientierte Leistungszusage (BOLZ)

In diesem Fall verspricht der Arbeitgeber, bestimmte Beiträge in eine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen umzuwandeln. Das Beitragsvolumen kann sich beispielsweise an einem fixen Betrag oder an einem konstanten Verhältnis zum jeweiligen rentenfähigen Arbeitsverdienst orientieren. Dabei ergibt sich die Versorgungsleistung in der Regel aus einer versicherungsmathematisch berechneten Umsetzung des Betrags.

Die beitragsorientierte Leistungszusage ist in allen Durchführungswegen möglich. Sie unterscheidet sich zur Leistungszusage dadurch: Dem Arbeitnehmer wird der Betrag mitgeteilt, den der Arbeitgeber zur Finanzierung der Versorgungsleistungen aufwendet.

Beispiel: Der Arbeitgeber zahlt jeden Monat 100 € in eine Direktversicherung ein. Was zum Rentenbeginn darin vorhanden ist, bekommt der Arbeitnehmer für die Altersrente.

Beitragszusage mit Mindestleistung (BZML)

Der Arbeitgeber verpflichtet sich dabei zu Folgendem: Er zahlt bestimmte Beiträge an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung. Die Leistung daraus entspricht dann der zugesagten Betriebsrente. Im Unterschied zur BOLZ erhält der Arbeitnehmer eine Garantie auf eine Mindestleistung in Höhe der eingezahlten Beiträge. Beitragsanteile bzw. Risikokosten für ein versichertes biometrisches Risiko werden abgezogen.

Beispiel: Der Arbeitgeber sagt einen Jahresbeitrag von 1.000 € für die nächsten 30 Jahre zu. Dann müssen nach 30 Jahren mindestens 30.000 € abzüglich eventueller Risikokosten als Kapital zur Verrentung zur Verfügung stehen.

Beitragszusage (BZ)

Bei der reinen Beitragszusage muss der Arbeitgeber nur einen bestimmten Finanzierungsbeitrag für die Alterssicherung zur Verfügung stellen. Er haftet nicht für eine bestimmte Rentenhöhe. Die Höhe der vorhandenen Leistung bei Rentenbeginn ist nicht garantiert. Das Anlagerisiko trägt dabei der Arbeitnehmer. Die reine Beitragszusage wurde mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz zum 01.01.2018 eingeführt und gilt nur im Rahmen eines Tarifvertrages.

Beispiel: Der Arbeitgeber zahlt jeden Monat 50 € ein. Die Höhe der Betriebsrente zu Rentenbeginn entspricht dann dem vorhandenen Kapital.

Für die Direktversicherung werden folgende Zusagearten hauptsächlich genutzt:

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Beitragsorientierte Leistungszusage

Das Unternehmen sagt den Arbeitnehmern eine am Beitrag angelehnte Leistung zu. Der Aufwand beim Unternehmen ist kalkulierbar. Die Versicherung berechnet die Leistung mithilfe von Zins, Laufzeit und Lebenserwartung.

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Beitragszusage mit Mindestleistung

Das Unternehmen verspricht die Zahlung eines Beitrags in die bAV. Die Arbeitnehmer erhalten garantiert die Summe der eingezahlten Beiträge. Die Versicherung stellt dies über ihre Tarife sicher.

Was bedeutet die Einstandsverpflichtung für den Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber muss für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen immer einstehen (Subsidiärhaftung). Der genutzte Versicherer ist nur ein Instrument des Arbeitgebers, damit er seine arbeitsrechtlichen Verpflichtungen zur Versorgung erfüllen kann. Reicht die Leistung des Versicherers zu Rentenbeginn nicht aus, muss der Arbeitgeber die Differenz zur von ihm zugesagten Leistung zahlen.

Tipp: Durch die Wahl der Zusageart und eines finanzstarken Versicherers kann das Haftungsrisiko des Arbeitgebers aber reduziert werden.

Mehr zur Finanzstärke

Gegenüberstellung von BOLZ und BZML

  BZML BOLZ BOLZ mit Canada Life
Mindestrendite 0 %, mindestens eingezahlte Beiträge Interner Zinssatz auf angelegte Beiträge Geglätteter Wertzuwachs, der nicht negativ sein kann
Kapitalgarantie oberhalb der eingezahlten Beiträge nein möglich, aber oft in den Tarifen nicht umgesetzt bei längeren Laufzeiten in der Regel deutlich über den eingezahlten Beiträgen
Prüfungspflicht der Rentenanpassung entfällt erfüllt, wenn Tarif die Vorausetzung nach §16 Absatz 3 BetrAVG enthält erfüllt, da 1 % garantierte Rentensteigerung enthalten
Renditechance eingeschränkt wegen Beitragsgarantie aufgrund der hinterlegten Kapitalanlage in den meisten Tarifen nicht gegeben ja, durch erprobte sachwertorientierte Kapitalanlage

Die Vorteile der BOLZ für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

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Vorteile für Unternehmen

  • Beschränkte Haftung auf die berechneten, zugesagten Leistungen aus dem Versicherungsvertrag. Der Grund: Garantien unterhalb von 100 % der Beiträge sind möglich.
  • Pflicht zur Anpassungsprüfung der Rente entfällt, wenn tariflich richtig umgesetzt.

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Vorteile für Arbeitnehmer

  • höhere Renditechance durch entsprechende Garantie
  • Garantiekapital kann über den eingezahlten Beiträgen liegen
  • Inflationsausgleich durch gesetzlich festgeschriebene Rentensteigerung
  • Die Ausprägung dieser Vorteile hängt vom gewählten Tarif und dessen Kapitalanlage ab.