Aus gesetzlicher Pflicht wird ein modernes Vergütungs- und Vorsorgekonzept.
Ein attraktiver Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersversorgung kann weit mehr leisten als gesetzliche Anforderungen zu erfüllen: Er stärkt Ihre Arbeitgebermarke, schafft spürbaren Mehrwert für Ihre Mitarbeiter und lässt sich zu einem ganzheitlichen Vorsorgepaket weiterentwickeln.
Der gesetzliche Arbeitgeberzuschuss von 15 % ist das Minimum. Mit einem höheren Zuschuss, einem festen Arbeitgeberbeitrag oder einem individuellen Vorsorgebudget machen Sie die betriebliche Altersversorgung zu einem sichtbaren Zeichen der Wertschätzung.
So stärken Sie:
Entscheidend ist ein Modell, das zu Ihrem Unternehmen passt: planbar, einfach umzusetzen und für Mitarbeitende klar erkennbar. So wird aus einer gesetzlichen Pflicht ein wirksamer Benefit.
Als Arbeitgeber gestalten Sie zunehmend die finanzielle Vorsorge Ihrer Mitarbeitenden aktiv mit. Ein wirkungsvolles Konzept verbindet dabei verschiedene Bausteine zu einem ganzheitlichen Vorsorgepaket.
Neben der betrieblichen Altersversorgung kann das Vorsorgebudget auch für betrieblichen Einkommensschutz und eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) eingesetzt werden. Je nach Unternehmensstrategie kommen hierfür attraktive Zuschüsse zur Entgeltumwandlung, vermögenswirksame Leistungen, die Nutzung der Geringverdienerförderung (nach §100 EStG) oder vollständig arbeitgeberfinanzierte Leistungen infrage.
Die Sozialversicherungsersparnis aus der Entgeltumwandlung und steuerliche Effekte können den tatsächlichen Arbeitgeberaufwand dabei reduzieren. So entsteht aus einem planbaren Budget ein attraktives Leistungspaket, das Altersvorsorge, Einkommensschutz und Gesundheitsleistungen sinnvoll miteinander verbindet.
Aus rund 65 € effektivem Arbeitgeberaufwand schaffen Sie ein Vorsorgebudget von 158 € pro Mitarbeiter und Monat.
Damit finanzieren Sie nicht nur einzelne Beiträge, sondern schaffen konkrete Mehrwerte für Ihre Mitarbeiter: zusätzliche Altersvorsorge, Einkommensschutz und Gesundheitsleistungen über eine betriebliche Krankenversicherung. Ihre Mitarbeiter erhalten Leistungen, deren wahrgenommener Gegenwert deutlich über dem tatsächlichen finanziellen Aufwand liegt. Sozialversicherungsersparnisse aus der Entgeltumwandlung sowie steuerliche Effekte helfen Ihnen dabei, den effektiven Arbeitgeberaufwand deutlich unter dem bereitgestellten Vorsorgebudget zu halten.
| Arbeitgebersicht | Betrag |
|---|---|
| Altersvorsorge: Gesetzlicher Arbeitgeberzuschuss (15 %) | +34 € |
| Einkommensschutz: freiwilliger Arbeitgeberzuschuss (15%) | +34 € |
| Einkommensschutz: arbeitgeberfinanzierte VL | +40 € |
| Betriebliche Krankenversicherung: arbeitgeberfinanziert | +50 € |
| Vorsorgebudget pro Mitarbeiter | 158 € |
| Sozialversicherungsersparnis aus Entgeltumwandlung | -46 € |
| Steuerlicher Effekt | -48 € |
| Effektiver Arbeitgeberaufwand | 65 € |
| Hinweis zur Tabelle: vereinfachte Darstellung, Grundlagen: Förderrahmen § 3 Nr. 63 EStG: 4 % der BBG: 338 €; Entgeltumwandlung (EGU) des Arbeitnehmers: 229,23 €; vereinfachte Nettobetrachtung: ca. 50 % Abzüge (Steuern + Sozialabgaben) auf den umgewandelten Bruttobetrag in Steuerklasse I | |
Einkommensschutz, arbeitgeberfinanzierte bAV und privater Vermögensaufbau können sich sinnvoll ergänzen. Vermögenswirksame Leistungen lassen sich gezielt für die bAV einsetzen und werden damit faktisch zu einem Arbeitgeberbeitrag für die Altersvorsorge.
Je nach individuellem Bedarf können Mitarbeiter zusätzlich weitere geförderte Vorsorgeformen nutzen. Ihr Arbeitgeberanteil wirkt dabei doppelt: Er stärkt die Versorgung im Alter und eröffnen finanzielle Freiräume für die private Vorsorge. Denn jeder Arbeitgeber-Euro lässt mehr Netto-Freiräume bei Ihren Mitarbeitern. So unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden dabei, mögliche Versorgungslücken frühzeitig zu reduzieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen.
Ihr Nutzen: Sie schaffen keine isolierte Pflichtleistung, sondern ein nachvollziehbares Gesamtpaket aus Vorsorge, Schutz und Wertschätzung.
Der Arbeitgeber muss bei einer Entgeltumwandlung über Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds grundsätzlich einen Zuschuss leisten, sofern er dadurch Sozialversicherungsbeiträge einspart.
Der gesetzliche Mindestzuschuss beträgt 15 % des Umwandlungsbetrags und ist grundsätzlich auf Entgeltumwandlungen bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG) begrenzt.
Keine gesetzliche Zuschusspflicht besteht bei Versorgungen über eine Unterstützungskasse oder eine Pensionszusage.
Ebenfalls entfällt die Pflicht, wenn durch die Entgeltumwandlung keine Sozialversicherungsersparnis entsteht – beispielsweise bei Entgeltbestandteilen oberhalb der relevanten Beitragsbemessungsgrenzen.
Ja. Seit dem 01.01.2022 gilt die Zuschusspflicht grundsätzlich auch für bereits bestehende Entgeltumwandlungen in Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds.
Auch ältere Verträge sollten daher regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.
Ja. Auch vor 2005 abgeschlossene Direktversicherungen nach § 40b EStG a.F. können zuschusspflichtig sein. Dies ist insbesondere bei Entgeltumwandlungen aus Sonderzahlungen der Fall. Bestehende Verträge mit monatlicher Entgeltumwandlung sind nicht betroffen.
Ja. Bereits vorhandene Arbeitgeberleistungen können unter bestimmten Voraussetzungen auf den gesetzlichen Zuschuss angerechnet werden. Ob eine Anrechnung möglich ist, hängt von der konkreten Ausgestaltung der Versorgungsregelung ab und sollte im Einzelfall geprüft werden.
Wird ein gesetzlich vorgeschriebener Zuschuss nicht gewährt, können für den Arbeitgeber Nachschuss- und Haftungsrisiken entstehen. Zudem kann der Arbeitnehmer die ihm entgangenen Leistungen geltend machen.
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