Flossbach von Storch

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Flossbach von Storch wurde 1998 in Köln durch Dr. Bert Flossbach und Kurt von Storch gegründet und der erste Fonds 1999 aufgelegt. Heute zählt das Unternehmen zu den führenden unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland und betreut mit über 190 Mitarbeitern Kundenvermögen von mehr als 36 Milliarden €. Flossbach von Storch managt Publikums- und Spezialfonds sowie Individualmandate.

Das Unternehmen zeichnet sich durch eine langfristig ausgerichtete Anlagephilosophie (Flossbach von Storch Pentagramm), eigene Unternehmensrecherchen (Cashflow Rating/CaRat-Modell) und eigenes Flossbach von Storch Länderrating aus. Das Unternehmen befindet sich im Eigentum der Gründer und der leitenden Angestellten.

Flossbach von Storch managt für Canada Life den Fonds CLE FvS Multiple Opportunities II.

Die Zusammensetzung des Mischfonds ist grundsätzlich flexibel gehalten und dieser kann frei in alle möglichen Anlageklassen investieren, um auf die Marktsituation zu reagieren.

Quelle: www.fvsag.com , Stand: Mai 2019

Zum Fonds

Nachgefragt: Flossbach von Storch im Interview

Was ist das Be­son­dere an Ihrem Invest­ment­an­satz?

Er ist ak­tiv und kauf­män­nisch ge­prägt. Der Fonds­­ma­na­ger in­­ves­tiert in die An­lage­­klas­sen, die aus sei­ner Sicht im je­­wei­l­i­gen Ka­­pi­tal­­markt­­um­­feld attrak­­tiv er­­schei­­nen. Maß­­geb­­lich für je­de ein­zel­ne An­­lage­­ent­­schei­­dung ist das Chan­ce-­Ri­si­ko-­Ver­hält­nis ei­nes po­ten­ziel­len In­vest­ments; das Ren­­dite­­po­­ten­­zial muss et­­wa­ige Ver­­lust­­ri­­si­­ken deut­­lich über­­kom­­pen­­sie­ren. Der Fonds ori­en­tiert sich ganz be­­wusst an kei­­nem Ver­­gleichs­­in­­dex. Ober­s­tes Ziel ist es, lang­fris­tig attrak­­tive Ren­­di­­ten für die An­le­ger zu er­­wirt­­schaf­­ten.

An den Märk­ten kann es auch schon mal zu Turbu­lenzen kom­men, so zu­letzt An­fang des Jah­res 2018. Wie rea­gie­ren Sie auf sol­che Schwan­kun­gen an den Ka­pi­tal­märk­ten bzw. wie sieht Ihr Ri­si­ko­manage­ment aus?

Po­si­ti­ve Ren­di­ten nach In­fla­tion las­sen sich heu­te nur er­­zie­len, in­dem man be­­reit ist, Kurs­schwan­kun­gen zu ak­zep­tie­ren. An­ders geht es un­se­res Er­ach­tens nicht bzw. nicht mehr. Für den lang­fris­ti­gen An­le­ger sind Kurs­schwan­kun­gen auch nicht zwin­gend ein Ri­si­ko, son­dern kön­nen Chan­cen bie­ten. Wenn der Kurs ei­ner Ak­tie oder ei­ner An­leihe deut­lich ge­fal­len ist, sich an der Qua­li­tät des Un­ter­neh­mens aber nichts ver­än­dert hat, könn­te sich ei­ne attrak­tive Ge­le­gen­heit er­ge­ben. Der Ge­winn liegt be­kannt­lich auch im Ein­kauf. Kurz­um: Wir ver­su­chen Ri­si­ken zu be­gren­zen über ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Asset-Allo­kation, eine ge­ziel­te Ein­zel­ti­tel­aus­wahl, Gold als Ver­si­cher­ung ge­gen Kri­sen des Fi­nanz­sys­tems und – bei Be­darf – über Si­cher­ungs­in­stru­men­te. Un­ser Ziel ist es, ein mög­lichst ro­bus­tes Port­fo­lio zu bau­en.

Wie schät­zen Sie die Markt­lage mittel- bis lang­fris­tig ein?

Wir ge­hen da­von aus, dass die Märk­te vo­la­til und die Zin­sen an­hal­tend tief blei­ben, was an­­ge­­sichts stei­­gen­­der In­­fla­­tions­­ra­­ten zu ei­­nem dauer­­haf­ten Pro­­blem für rei­­ne Zins-­Spa­rer wird. Auch wenn sich die Pers­pek­ti­ven für die Welt­wirt­schaft zu­letzt ein­ge­trübt ha­ben, er­war­ten wir (noch) kei­ne Re­zes­sion. In die­sem Um­feld blei­ben erst­klas­sige Ak­­tien die An­­lage­­klas­­se mit dem attrak­tiv­sten Chance-Risiko-Ver­hält­nis. Bei An­lei­hen gilt es, oppor­tu­nis­tisch vor­zu­ge­hen – auf Chan­cen war­ten und die­se dann nu­tzen.

Be­kannt­lich sind die Deut­schen nicht die größ­ten Ak­tien­inves­toren. Wie neh­men Sie den An­le­gern die Angst vor Ak­tien oder Fonds­invest­ments?

In ei­­ner Welt dauer­haft nie­dri­ger Zin­sen führt un­se­res Er­ach­tens kein Weg an Ak­tien vor­bei, so schwer es vie­len An­le­gern fal­len mag. Wo­bei wir mit Ak­tien nicht den brei­ten Ak­tien­markt mei­nen, son­dern Ak­tien erst­klas­siger Un­ter­neh­men. Un­ter­neh­men mit er­prob­tem Ge­schäfts­mo­dell, ro­bus­tem Wachs­tum, we­nig Schul­den, glo­ba­ler Prä­senz und nicht zu­letzt ei­nem erst­klas­sigen Ma­nage­ment. Auch de­ren Kur­se kön­nen fal­len, die Chan­ce, dass sie sich im Zeit­ver­lauf wie­der er­ho­len und sich da­mit lang­fris­tig or­dent­li­che Ren­di­ten er­zie­len las­sen, ist aber nicht schlecht.

Der ak­tuel­le ETF-­Trend ist von den Fi­nanz­märk­ten nicht mehr weg­zu­den­ken und hat inner­halb kür­zes­ter Zeit ein ho­hes An­se­hen er­reicht. Wie be­wer­ten Sie die­sen Trend? Wann ist ein pas­sives In­stru­ment sinn­voll und wel­che Vor­tei­le bie­tet aus Ihrer Sicht ak­tives Ma­nage­ment?

In­dex­fonds sind un­­se­­res Er­­ach­­tens vor al­lem für er­­fah­re­ne An­le­ger ge­ei­gnet, die be­stimm­te Märk­te oder The­­men ab­­bil­­den wol­­len und da­­mit ei­ne kon­­kre­­te Markt­­er­­war­­tung ver­­bin­den. Also für An­­le­ger, die tak­­tisch vor­­ge­­hen und sich der Ri­­si­­ken be­­wusst sind. Wer da­­von aus­­geht, dass der deut­­sche Ak­­tien­­markt kräf­­tig zu­­legt, für den ist ein ETF, der den Dax ab­­bil­­det, si­­cher ein gu­­tes, oben­­drein kos­­ten­­güns­­ti­ges In­­stru­­ment. Aller­­dings braucht er star­­ke Ner­­ven. Denn wenn es an der Bör­­se kracht, be­­kommt er das bei ei­­nem Ak­­tien­­in­dex­­fonds mit vol­­ler Wucht zu spü­­ren. So wie 2008/09, zum Höhe­­punkt der Fi­­nanz­­kri­­se, als die Kur­­se von Bank­­ak­­tien ein­­bra­­chen und sich vie­­le Ak­­tien­­in­di­­zes hal­­bier­­ten. Ein In­­dex bil­­det eben nicht nur die gu­­ten Unter­­neh­­men ab, son­­dern auch die we­­ni­ger gu­­ten, die kri­­sen­­an­­fäl­l­igen. Die mei­­sten An­­le­­ger ha­­ben je­­doch kei­­ne all­­zu gu­­ten Ner­­ven und wol­­len ru­hig schla­­fen kön­­nen. Hier kön­­nen ak­­tiv ge­­ma­na­g­te Fonds, ins­­be­­son­­de­re Multi-­Asset-­Fonds, eine sinn­­volle Al­ter­­na­­tive sein – zu­­min­­dest die gu­­ten und sehr gu­­ten ihres Fa­­ches.

Floss­bach von Storch – Mul­tiple Oppor­tuni­ties: Mit die­sem Fonds bie­ten Sie ei­nen flexi­blen Misch­fonds, der frei über alle An­lage­klas­sen hin­weg in­ves­tie­ren kann. Wa­rum sind vor al­lem ver­mö­gens­ver­wal­ten­de Stra­te­gien auch lang­fris­tig ein ge­eig­ne­tes In­stru­ment für die Al­ters­vor­sor­ge?

Der Fonds spie­gelt sehr gut die Wur­zeln des Un­ter­neh­mens wi­der, die klas­si­sche Ver­mö­gens­ver­wal­tung: Ver­mö­gen er­hal­ten und meh­ren, in­dem man es auf ver­schie­de­ne An­lage­klas­sen, Ein­zel­ti­tel und Wäh­run­gen auf­teilt. Sein kauf­männ­ischer, sehr fle­xi­bler In­vest­ment­an­satz ist vor al­lem für lang­fris­ti­ge An­le­ger ge­eig­net, al­so ins­be­son­de­re für Vorsorge-Sparer.

Stand: Oktober 2018